Was ist koscheres Essen?
"Koscher" bedeutet "rein" oder religionsgesetzlich "rituell tauglich" und kann sich auf viele Dinge des täglichen und religiösen Lebens beziehen. Das Gegenteil, "unrein, rituell nicht tauglich", heißt "treve".
Folgende Grundvoraussetzungen gelten für die koschere Küche:
- Alle pflanzlichen Nahrungsmittel sind erlaubt.
- Alle tierischen Nahrungsmittel unterliegen den folgenden Beschränkungen:
- Verbot des Genusses von Blut (1. Buch Mose und 5. Buch Mose). Das Verbot verlangt eine Methode des Schlachtens, bei der Blut möglichst vollständig und rasch ausläuft. Diese Methode heißt "schächten".
- Erlaubte, also reine, und nicht erlaubte Tiere (gespaltene Huf-Tiere, die Wiederkäuer sind, Krustentiere, Fische ohne Schuppen) und zwar
- in strikter Trennung von milchiger (chalawi) und fleischiger (basari) Nahrung. In der Tora heißt es an mehreren Stellen ausdrücklich: „Das Junge einer Ziege sollst du nicht in der Milch seiner Mutter kochen.“ (Ex 23,19; 34,26; Dtn 14,21). In der Praxis heißt das: Wer Fleisch gegessen hat, muss in der Regel zwischen einer und drei Stunden – abhängig von der jeweiligen Tradition – warten, bis er Milchiges zu sich nehmen darf – und vom Milchigem zum Fleischigem muss man sich ebenfalls eine Zeit lang gedulden.
- Dem fügten die rabbinischen Weisen einen dritten Begriff hinzu: „Parve“, was neutral, also weder milchig noch fleischig bedeutet und deshalb beliebig verwendet werden darf. Parve sind z.B. Eier und ihre Verarbeitungen sowie Fisch.
Cohen's. Jüdisches Restaurant in München.





